Institut für systemisches Enneagramm


Das systemische Enneagramm

Der Begriff Enneagramm kommt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt Ennea = Neun und Gramma = Figur, also Neuner-Figur.

Das Modell des Enneagramms teilt psychische Energie in die drei Wahrnehmungs-und Organisationszentren Bauch, Herz und Kopf ein. Diese sind jedem Menschen aus dem alltäglichen Sprachgebrauch geläufig.

Aussagen wie "Das ist ein reines Bauchgefühl" oder "Das war eine Herzensentscheidung" oder "Da habe ich einen kühlen Kopf bewahrt" weisen auf die unterschiedlichen Zentren hin. Auch Redewendungen wie "Das war wie ein Schlag in den Magen", "Das hat mich mitten ins Herz getroffen" oder "Ich war total blockiert im Kopf" deuten darauf hin, dass Informationen auf unterschiedliche Weise im Menschen ankommen und genauso unterschiedlich verarbeitetet werden.

Das systemische Enneagramm zeigt auf, dass jeder Mensch in einem der drei Zentren verankert ist und dieses somit das leitende Zentrum für seine Wahrnehmung ist.

Das Enneagramm-Modell selbst hat eine blasse Wurzel mit unterschiedlichen Trieben. Der Ansatz des systemischen Enneagramms der Konstanzer Schule ist eine eigene Ausrichtung und Weiterentwicklung dieses Modells. Es wird mit von uns konzipierten Methoden des Coachings und der Therapie verknüpft, die der Grundlage des Modells, nämlich Bauch, Herz und Kopf Rechnung tragen. Bei der Arbeit mit dem systemischen Enneagramm steht für uns – jenseits der Beschäftigung mit Eigenschaften - die embodimentale Beschaffenheit der neun Enneagramm-Strukturen im Mittelpunkt. Unser Motto: Es gibt für jedes Verhalten neun gute Gründe und potenziell unbegrenzt noch mehr. Wir ordnen Verhalten und Eigenschaften nicht einer Enneagramm-Struktur zu.

Die Entdeckung der eigenen Enneagramm-Struktur bringt meist einen ein signifikanter Erkenntnisgewinn. Verschiedene Mosaiksteinchen der Psyche finden durch das systemische Enneagramm ihren Platz und ergeben ein stimmiges Bild. So kann mit dem systemischen Enneagramm für den Einzelnen mehr Identität entstehen, sowohl auf körperlicher als auch auf geistiger und psychischer Ebene.

Kernaussagen:

  • Das Enneagramm ist ein Modell über den Komplex von 3x3 = 9 Persönlichkeitsstrukturen.
  • Es basiert auf den drei Zentren Bauch-Herz-Kopf.
  • Jeder Mensch ist in einem der drei Zentren primär verankert.
  • Dieses Primärzentrum bildet das grundlegende Betriebssystem eines Menschen.
  • Die neun Enneagramm-Strukturen repräsentieren neun strukturierte Möglichkeitsräume, in denen potenziell unbegrenzte Möglichkeitsbäume wachsen.
  • Eine Zuschreibung von Eigenschaften würde die Möglichkeitsräume einengen und den Möglichkeitsbäumen nicht gerecht werden.
  • Enneagramm-Strukturen sind psychisch und körperlich repräsentiert.
  • Die Enneagramm-Struktur ist angeboren.
  • Die eigene Enneagramm-Struktur ist eine identitätsstärkende Ressource.

Das systemische Enneagramm mit wirksamen Methoden zu verknüpfen, zeigt eindrucksvoll seine Alltagstauglichkeit wie auch seinen Nutzen in unterschiedlichen Bereichen der Persönlichkeitsentwicklung. Sowohl Enneagramm-Einsteiger als auch Experten können von unserer langjährigen Erfahrung mit dem Enneagramm profitieren. Theoretische Überlegungen zu neuen Aspekten werden mit Seminarteilnehmern geprüft und so für die systemische Arbeit mit dem Enneagramm nutzbar gemacht. Das Spektrum des Instituts reicht vom Grundlagenseminar bis zur Ausbildung zum systemischen Enneagramm-Coach.


Aufbau des Modells

Grundenergie Bauch

Das Enneagramm basiert auf der Unterteilung in die drei embodimentalen Zentren:

  • Bauch – Impulse – Handlung - Autonomie
  • Herz – Gefühl – Kontakt - Beziehung
  • Kopf – Vorstellung – Orientierung - Sicherheit

Bei jedem Menschen dominiert eines der drei Zentren und ist somit die Grundlage für seine psychische Struktur. Das entsprechende Verarbeitungszentrum steht also im ersten Rang und wird somit zum Primärzentrum.

Menschen, die im Bauch verankert sind, haben das Thema Raum/Autonomie im ersten Rang.

Menschen, die im Herz verankert sind, geht es zentral um das Thema Beziehung/Kontakt.

Menschen, die in de im Kopf verankert sind, haben das Thema Sicherheit/Orientierung an zentraler Position.

Grundenergie Herz

Die beiden anderen Zentren und die damit verbundenen Grundthemen sind genauso wichtig wie das Primärzentrum, bestimmen jedoch nicht die psychische Grundstruktur, sondern folgen dem Flow des inneren Dreiecks im Uhrzeigersinn.

Die Primärenergie wirkt als Betriebssystem in der psychischen Struktur des Menschen.

Das bedeutet, dass bei jedem Menschen das Senden und Empfangen von Informationen durch den Filter seines jeweiligen Primärenergiezentrums läuft. Dies geschieht völlig unbewusst, denn der Filter wirkt ganz selbstverständlich und ist immer aktiv.

Bauchenergie (Struktur 8 – 9 – 1)

"Autonomie ist die Grundlage für alles Weitere"

Die Bauchenergie ist eine territoriale, instinkthafte Energie und damit die ursprünglichste Energieform. Menschen mit dieser Primärenergie sind von ihrer psychischen Grundstruktur her mit den Themen Territorium und Raum beschäftigt.

Herzenergie (Struktur 2 – 3 – 4)

Grundenergie Kopf

"Wie stehe ich in Beziehung zu anderen, wie ist der Kontakt?"

Die Herzenergie steht für den emotionalen Bereich. Hier geht es um Beziehung und Kontakt. Deshalb ist die Aufmerksamkeit primär auf das Thema Interaktion ausgerichtet.

Unabhängig davon, ob eine engere Beziehung zu jemandem gewünscht ist oder nicht und ob eine Interaktion tatsächlich stattfindet oder nicht: Aufmerksamkeit und Wahrnehmung sind automatisch auf das Thema Kontakt und Beziehung ausgerichtet.

Bei Menschen mit dieser Primärenergie geht es zentral um das Bedürfnis, geliebt werden, in Kontakt sein, anerkannt werden.

Kopfenergie (Struktur 5 – 6 – 7)

"Ich muss sicherstellen, dass ich den Überblick nicht verliere"

Wer in der Kopfenergie beheimatet ist, für den sind die Themen Sicherheit und Orientierung von grundlegender Bedeutung.

Ein Mensch mit dieser Primärenergie wird auf unterschiedliche Weise das Thema Sicherheit immer im Fokus haben. Dadurch richten sich Aufmerksamkeit und Wahrnehmung auf Bereiche und Themen in denen es um Überblick und Orientierung geht.

Bei Menschen mit dieser Primärenergie geht es zentral um das Bedürfnis nach Sicherheit und Orientierung.


Entstehung von neun Enneagramm-Strukturen

Jede der drei Grundenergien ist differenziert in drei Reaktionsprinzipien:

  • Angriff
  • Flucht
  • Erstarrung

Anschaulich wird dies bei der Betrachtung der Aggregatszustände von Wasser:

Wasser existiert als Wasserdampf (Flucht), als Eis (Erstarrung) und als strömendes Wasser (Angriff).

Dies verdeutlicht, dass diese Zustände nichts mit "angriffslustig" oder "flüchtend" zu tun haben, sondern eine strukturelle Beschaffenheit darstellen. Eis, Wasserfall oder Wasserdampf sind keine Wertekategorie des Wassers, sondern lediglich unterschiedliche Aggregatszustände.

Diese Begriffe auf die drei Energiezentren Bauch – Herz – Kopf angewendet bedeutet:

Drei Grundenergien in drei unterschiedlichen Aggregatszuständen: 3 x 3 = 9 Enneagramm-Strukturen.

1. Ausgedehnte Energie (Angriffsprinzip 8 – 2 – 5):

Das Energiezentrum ist stark ausgebildet und ausgedehnt und deshalb meist in der Wirkung auf die Umwelt deutlich zu spüren. Die ausgedehnte Bauchenergie ist expansiv und wirkt stark räumlich und körperlich. Die ausgedehnte Herzenergie ist zu spüren durch eine starke Ausrichtung auf das Gegenüber. Die ausgedehnte Kopfenergie ist energetisch schwach wahrzunehmen und ist an der überdeutlichen Präsenz der Inhaltsebene zu erkennen.

2. Gehaltene Energie (Erstarrungsprinzip 3 – 6 – 9):

Die Energie wird gehalten, das Energiezentrum spielt bei den zentralen Lebensthemen eine große Rolle, entfaltet seine Wirkung aber nicht durch Expansion. Es ist wiederum energiespezifisch wie das Halten sich auswirkt. Gehaltene Bauchenergie wirkt gedämpft, gehaltene Kopfenergie kreist um Gedanken, gehaltene Herzenergie wird in die Sorge um die Außenwirkung gesteckt.

3. Abgewandelte Energie (Fluchtprinzip1 – 4 – 7):

Die impulshafte Bauchenergie wird abgespalten und nur noch indirekt gelebt. Die Herzenergie wird auf sich selbst gerichtet und im Inneren gestaltet. Die Kopfenergie wird umfunktioniert und zur psychischen Existenzsicherung eingesetzt.

So entstehen neun Persönlichkeitsstrukturen, die jenseits von Biografie und Individualität einem bestimmten psychischen Betriebssystem unterliegen.


Die Lebensthemen der neun Enneagramm-Strukturen im Überblick

Grundenergien

Lebensthema heißt im Kontext des Enneagramms: Das Thema und die dazu gehörigen Begrenzungen aber auch das Potenzial, das dem Lebensthema innewohnt entsteht durch die strukturelle Beschaffenheit des jeweiligen Energiezentrums in seinem Reaktionsprinzip.

Es geht um die Relevanz des Lebensthemas, wie viel Aufmerksamkeit sich darum, ob bewusst oder unbewusst, rankt.

Ein Beispiel zu Verdeutlichung, bei jedem Menschen geht es um das Thema Essen, da es ein lebensnotwendiger Bestandteil unseres Lebens ist: Wie mit dem Thema jedoch umgegangen wird, ob wir dazu neigen zu viel zu essen oder zu wenig zu essen ist individuell, das Thema ist jedoch zentral. Dies kann auch in Essstörungen sichtbar werden, wo das Verhältnis zum Essen anorektisch (magersüchtig) wird. Allein das Thema Essen bleibt relevant.

So wird das Lebensthema von manchen Menschen voll ausgelebt und von anderen eher vermieden oder die hohe Relevanz in ihrem Leben ist eher unbewusst.

1. Der kontrollierte Zorn der Struktur EINS, der sich gegen die eigene Person und Andere richtet, wenn die selbst gesetzten Maßstäbe nicht erfüllt werden. Wie durch eine Röhre steigt der Zorn aus dem Bauchraum zum Kopf empor und entlädt sich meist in scharfer und überpräziser Form.

Der Stolz der Struktur ZWEI wird gehalten und verheimlicht. Niemand darf wirklich wissen, welche Bedürftigkeit durch die emotionale Ausrichtung nach außen entsteht.

3. Die Täuschung der Struktur DREI wirkt in allen Lebensbereichen und durchdringt genauso die innere Struktur. Sie zeigt sich als wendiger charmanter Meister der Adaption an die jeweils geforderten Qualitäten.

4. Der Neid der Struktur VIER wirkt durch die Sehnsucht. Die Sehnsucht nach dem was andere Orte/Menschen usw. haben, das im Inneren als Mangel oder Andersartigkeit gefühlt wird.

5. Der Ich-Geiz der Struktur FÜNF zeigt sich in der reduzierten Emotionalität und reduzierter räumlicher Präsenz nach außen. Es wird gesammelt für ein tiefes Wissen.

6. Der Zweifel der Struktur SECHS durchdringt alles und wird als selbstverständlicher Begleiter empfunden. Er erzeugt eine tiefe Ambivalenz allem und jedem gegenüber.

7. Die Gier der Struktur SIEBEN ist allumfassend. Neu-Gier ist der erste Impuls dieses Musters. Die Triebfeder Gier steuert die Energie und alle Handlungsimpulse.

8. Die Lust der Struktur ACHT dominiert die Wahrnehmung. Der Fokus ist auf "Lust haben/Lust fehlt" komplett ausgerichtet und äußert sich sehr absolut und instinkthaft.

9. Die Trägheit der Struktur NEUN führt im Innersten zu einer tiefen Selbstvergessenheit (die sehr aktiv und präsent wirken kann) und einem diffusen Lebensgefühl.


Das Enneagramm im systemischen Kontext

Hier ist der Begriff des Terroirs wesentlich. Dieser Begriff wird im Weinanbau verwandt und resultiert aus dem Grundgedanken, dass die Charakteristik einer Rebsorte vom Boden, also der natürlichen Umgebung und der Stelle des Bodens, an welcher die Rebe gewachsen ist, bestimmt wird. Im Bild des Terroirs entsprechen die neun Enneagramm-Strukturen neun unterschiedlichen Böden.

4-Säulen-Modell

Die Enneagramm-Struktur ist das Terroir, auf dem sich die verschiedenen Anteile/Verhaltensweisen der Psyche entwickeln, wachsen und existieren. Der Boden muss nicht unbedingt sichtbar und wahrnehmbar sein, er kann durch persönliche Erfahrungen und Erlebnisse und die daraus resultierenden individuellen Eigenschaften und Merkmale bewachsen sein. Dieses Bild zeigt, dass sehr ähnliches Verhalten auf unterschiedlichen Enneagramm-Struktur-Böden wachsen kann. Ebenso kann unterschiedliches Verhalten auf dem gleichen Enneagramm-Struktur--Boden wachsen. So liegt der Fokus bei der Betrachtung einer Enneagramm-Struktur nicht auf der Betrachtung von Verhaltensweisen. Denn diese können aus Anpassung und Reaktionen auf Umwelteinflüsse entstanden sein. Dies kann bestimmender und prägender sein als die Enneagramm-Struktur selbst. Die Struktur kann durch diese Einflüsse deformiert oder verschleiert sein. Der Boden der Struktur ist aber weiterhin vorhanden und eine Ressource an sich. Wer Zugang zu seiner Struktur hat, erlebt nicht nur die Begrenzung darin, sondern auch die Stärkung durch das Potential, welches in jeder Struktur angelegt ist.

Leitthemen für die Enneagramm-Struktur-Bestimmung ESB sind deshalb nicht Verhaltensweisen oder Angewohnheiten sondern:

  • Das Lebensthema
  • Die Grundangst
  • Das Grundbedürfnis
  • Die Abwehr

Das Triadische Prinzip

Das innere Dreieck des Enneagramms, welches Bauch, Herz und Kopf repräsentiert haben wir zu einem Aufstellungsformat weiterentwickelt. Diese drei embodimentalen Zentren entsprechen den drei Kernbedürfnissen von Autonomie-Beziehung-Sicherheit. Durch die embodimentale Erfahrung der drei Kompetenzzentren können Beratungs-, Coaching- und Therapieprozesse strukturiert begleitet werden.

  • Die innere Bühne wird real in diesem Aufstellungsformat von Bauch-Herz-Kopf begangen.
  • Ein körperorientierter zirkulärer Perspektivwechsel wird angeregt.
  • Dieser Rahmen, bei gleichzeitiger Nutzung des neuronalen Flusses unterstützt den psychischen Prozess.
  • Die drei Kompetenzzentren dienen als Fokus/ embodimentale Magneten.

Das Strategische Prinzip

Die zweite geometrische Figur des Enneagramms ist als eigenständiges Instrument nutzbar. Das Triadische Prinzip ist der erste Schritt, eine annähernd ganzheitliche Perspektive auf ein Thema zu erhalten.

Wenn daraus eine Strategie für ein weiteres Vorgehen entstehen soll, dann bietet der Sechszack eine strukturierte Matrix. Der Ausgangspunkt ist immer der Fokus am Punkt Eins. Erfolgreich umgesetzte Projekte folgen dem Verlauf von 1 – 7 – 5 – 8 – 2 – 4 – 1 – usw. Bei stagnierenden Projekten kann schnell ermittelt werden, an welchem Punkt des strategischen Prinzips Entwicklungsbedarf besteht. Der Zugang zu den einzelnen Schritten erfolgt sowohl kognitiv als auch auf Basis einer körperlichen Erfahrung. Besonders aufschlussreich ist dieses Instrument, wenn im Beratungsprozess nicht deutlich wird, woran es eigentlich "hängt".


Konstanzer Schule

Energiestrukturen statt Typen

Wir verstehen das Enneagramm als ein Modell der drei psychischen Energiezentren: Bauch-, Herz- und Kopfenergie.

Jeder Mensch hat eine der drei Grundenergien als Primärenergie. Diese folgt einem der drei Reaktionsprinzipien: Angriff, Flucht oder Erstarrung. Dadurch weist er eine der neun (3x3) möglichen Energiestrukturen auf.

Das Potential und die Begrenzung eines Menschen sind eng mit seiner Enneagramm-Struktur verknüpft.

Die Zahl ist der Name

Namen sind nicht Schall und Rauch: Namen für die einzelnen Strukturen erzeugen Bilder und Vorstellungen und am Ende Klischees. Wir verwenden ausschließlich die Zahlen 1–9.

Neun Gute Gründe

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer: Themenbereiche, bestimmte Eigenschaften oder Verhaltensweisen ergeben noch keine Enneagramm-Struktur. Unser Credo lautet: Für jedes Thema und jedes Phänomen gibt es ‚Neun Gute Gründe'.

Struktur-Identifizierung

Bei der Ortung der Enneagrammstruktur orientieren wir uns an den drei Grundenergien. Wir richten die Aufmerksamkeit auf die energetische Struktur eines Menschen. Inhalte und Verhaltensweisen sind lediglich Türen, durch die man in die Atmosphäre eines der ‚neun Planeten' gelangen kann.

Wir sehen ab von Flügeln und Subtypen, da sie bei der Struktur-Identifizierung zu Irritationen führen können.

4 Säulen Modell

Grundbedürfnis, Grundangst, Lebensthema und strukturimmanente Abwehr. Dies sind die vier Leitbegriffe anhand derer wir die Enneagramm-Struktur erfassen. Die Spezifizierungen dieser Begriffe resultieren aus der Beschaffenheit der jeweiligen Energiestruktur und sind Grundlage für unsere Struktogramme.

Das Enneagramm in den Kontext stellen

Eine deformierte Enneagramm-Struktur ist oft schwer zu entdecken. Um Irrtümer bei der Struktur-Identifizierung zu vermeiden, überprüfen wir stets folgende Möglichkeiten:

1. Ist die Struktur durch Introjekte aus dem Familiensystem überlagert?

2. Liegen Traumata vor, die stärker wirken als die Enneagramm-Struktur?

3. Gibt es relevante gesellschaftliche Prägungen? (z.B. bei weiblichen Ausformungen der 8er- oder männlichen Ausformungen der 2er-Struktur).

Enneagramm-Tests halten wir von daher für sehr bedingt brauchbar.

Eichhörnchen-Prinzip

Ein effektiver Nutzen des Modells für den Einzelnen kann nur durch die kontinuierliche Untersuchung der eigenen Struktur entstehen.

"Redlich nährt sich das Eichhörnchen": Dieses Sprichwort charakterisiert unseren Ansatz von Enneagrammarbeit. Nur durch alltägliches bewusstes Erleben und Erkennen der strukturellen Begrenzung ist es möglich, deren Wirkmechanismen zu durchschauen. So kann man konsistent aus dem der Struktur innewohnenden Potential schöpfen.

Geometrie der Psyche

Die zwei geometrischen Figuren des Enneagramms setzen wir in Coaching und Therapie als eigenständige Tools ein:

1. Das Dreieck - als Triadisches Prinzip

2. Der Sechszack - als Strategisches Prinzip

Verantwortlichkeit

Im Umgang mit dem Enneagramm ist höchste Achtsamkeit gefordert. Eine falsche Zuordnung kann Schäden in der Psyche anrichten und Entwicklungsprozesse behindern.

Die Tradition der Konstanzer Schule

Die o.g. Auffassungen sind ein Fazit unserer seit dem Jahr 1999 stattfindenden Seminare in Konstanz. Vor allem gründen sie auf den Erfahrungen und Einsichten langjähriger Seminar – und Ausbildungsteilnehmer, die kontinuierlich und unerschrocken ihre eigene Enneagramm-Struktur erforschen.

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